Gleichberechtigung, Vielfalt, Toleranz gehören für viele zum moralischen Grundvokabular moderner Demokratien. Und doch erleben wir, wie rechtspopulistische Bewegungen erstarken, wie gesellschaftliche Gruppen einander misstrauen. Wir erleben eine zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft und scheinen dabei immer mehr die Fähigkeit zu verlieren, uns in die Gefühls- und Gedankenwelt anderer Menschen hineinzuversetzen. Gleichzeitig befindet sich unsere Welt in einem scheinbaren Dauerkrisenmodus.
Wir wollen dorthin blicken, wo Politik beginnt, bevor sie ausgesprochen wird: in unser Gehirn. Wie kommen unsere Wahlentscheidungen zustande? Scheitert die Demokratie möglicherweise an den Grenzen unserer eigenen Wahrnehmung und unseres Denkens? Und warum gelingt es Populisten zunehmend, Menschen emotional zu erreichen und für ihre politischen Botschaften zu gewinnen?
- Das Kurzreferat von Reinhard Schaupp beschäftigt sich mit dem Thema Neuropolitik und der Frage, wie Emotionen, Wahrnehmung und politische Entscheidungen zusammenwirken.
- Im anschließenden Bürgerdialog möchten wir diese Fragen gemeinsam diskutieren und nach möglichen Lösungsansätzen für eine demokratische und dialogfähige Gesellschaft suchen.
Kooperationsveranstaltung von
- Europa-Union Unterfranken
- Volkshochschule Hammelburg
- Aktionskreis für Demokratie in Hammelburg